Gründungsphasen – So vermeiden Sie eine falsche Planung

Achtung - hier lauern Fehler, die nicht sein müssen.

Eine Gründung ist eine hektische, stressige, aufregende und anstrengende Zeit - aber natürlich wird man im besten Fall belohnt, wenn man viel Zeit in eine gute Planung und Vorbereitung der Geschäftsidee verwendet. Im Folgenden möchten wir 5 Gründungsphasen vorstellen:

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Die Ideenphase

Alles beginnt mit einer Idee: die Geschäftsidee, die dem ganzen den Sinn gibt, für die man brennt, die Erfolg verspricht, die schon lange im Kopf ist. Nun beginnt die Ausarbeitung der Idee - wie marktfähig ist sie, was sind Schwächen, wo muss noch etwas angepasst oder verändert werden?  Das ist übrigens kein Prozess, der jemals richtig abgeschlossen wird, denn oftmals muss auch in späteren Zeiten die Idee dem Markt neu angepasst werden, wenn sich dieser verändert.

Vorsicht vor diesem Fehler:

Die Gründungsidee grundsätzlich geheimgehalten und nur alleine daran arbeiten.

Ganz wichtig ist es, die Idee mit anderen, vertrauenswürdigen Personen (Familie, Freunde, Berater, Investoren) zu teilen und zu überprüfen, wie realistisch sie wirklich ist. Oftmals erscheint es einem selber alles sehr logisch und klar, denn man hat schon sehr lange darüber nachgedacht, dennoch zeigt sich erst im Gespräch mit anderen, was dabei übersehen wurde und wo sich Schwächen auftuen, die man selbst in seiner bereits vorherrschenden "Betriebsblindheit" nicht wahrgenommen hat. 

Die Konzeptionsphase

Die Idee wurde besprochen und ausgefeilt, nun geht es in die Feinplanung, auch genannt Konzeptionsphase. Wie genau kann diese Idee am Markt Erfolg haben, welche Rechtsform bietet sich an, welche Ziele sollen für das erste Geschäftsjahr gesetzt werden? Bei vieler dieser Fragen kann ein Team aus Steuer-, Rechts- und Gründungsberatern helfen.  

Vorsicht vor diesem Fehler:

Das Unternehmenskonzept zu optimistisch gestalten.

Eine solide Planung ist der Grundstein für den Erfolg in der nächsten Phase: die Zusage für eine Finanzierung. Daher darf das Konzept nicht zu optimistisch gestaltet sein - es muss ein Polster für Liquiditätsengpässe und ein Alternativ-Plan für abweichende Einnahmen etc. bereitgehalten werden. Zudem sollten die Umsatzziele sehr realistisch gesteckt und die Kosten eher großzügig angesetzt sein - denn oftmals läuft es nach der Gründung nicht sofort wie gewünscht.

Die Finanzierungsphase

Der Businessplan steht und ist realistisch? Nun wird es Zeit für die Finanzierung. Egal ob mit Hilfe eines Bankdarlehens, Fördermittel oder Crowdfunding, es wird Ausdauer und Einsatz kosten, alle erforderlichen Kriterien zu erfüllen und schließlich eine Finanzierung zu bekommen, eventuell klappt dies auch nicht sofort beim ersten Versuch - dennoch sollte man nicht gleich aufgeben. Man kann ich hierbei auch von unseren Gründungsberatern unterstützen lassen.

Vorsicht vor diesem Fehler:

Finanzierung nicht auf die Kriterien des Geldgebers abstimmen. 

Die Frage nach der Finanzierung sollte bereits bei der Businessplan-Erstellung eine zentrale Rolle spielen und die Vorbereitung muss darauf abgestimmt sein. Besonders bei Fördermittelvergaben sind bestimmte Kriterien wichtig, um überhaupt geeignet zu sein. Daher unbedingt vorher die geeignete Maßnahme finden und über die Kriterien informieren.

Die Umsetzungsphase

Nun geht es also los - die Finanzierung steht und die Umsetzung beginnt. Eine stressige Phase, denn es gibt so viele neue Prozesse, die sich erst einlegen müssen. Die ersten Kunden sind da und das Geschäftsmodell muss sich nun in der Realität bewähren. Gleichzeitig natürlich sehr aufregend und ein schönes Gefühl, wenn die ersten Umsätze zu verzeichnen sind.

Vorsicht vor diesem Fehler:

Zu schnell zu sehr wachsen wollen. 

Mit Sicherheit ist Wachstum ein wichtiges Unternehmensziel. Dennoch sollte es nachhaltig erfolgen und kompetent gemanagt werden, sonst kommt es zu Qualitätseinbußen was letztendlich den Ruf der Unternehmung gefährden kann. Daher lieber auf Qualität und reibungslose Prozesse konzentrieren, bevor das Wachstum erfolgen kann.  

Die Erfolgsphase

Dir Erfolgsphase tritt langsam in den ersten Monaten oder Jahren nach der Gründung ein und ist natürlich der Idealfall einer geglückten Geschäftsidee. Es ist das Ergebnis einer soliden Planung, viel Fleiß und Durchhaltevermögen. Die Kunden kommen, die Bekanntheit wächst und das Betriebsergebnis verbessert sich stetig. 

Vorsicht vor diesem Fehler:

Den Businessplan nicht mehr kontrollieren.

Im Normalfall wird ein Business-Plan für 3-5 Jahre erstellt - und sollte auch regelmäßig mit dem Ist-Zustand vergleichen werden. Nur wo wird deutlich, wenn sich in der Erfolgsphase etwas anders entwickelt, als zunächst angenommen und Anpassungen notwendig sind. Der Businessplan ist daher auch in der Erfolgsphase noch ein ständiger Begleiter des Gründers.  

Noch Fragen zu den einzelnen Gründungsphasen? Gerne helfen wir weiter und begleiten Ihre Selbstständigkeit - kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Anfrage. 

Gründer finden, die in einer ähnlichen Situation sind, um sich zu vernetzen und Kontakt aufzunehmen? In unserem Gründerportal finden Sie Beispiele aus dem EMI Projekt, geordnet nach den einzelnen Gründungsphasen. 

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